Geographie für Alle e. V., Kooperationspartner der vhs
Die vornehmsten Villen und Luxushotels wurden in der „Belle Epoque“ rund um den Kurpark gebaut, um in dieser „arkadischen Landschaft“ den noblen Lebensstil zu pflegen. Bei unserem Gang wird diese Zeit wieder lebendig: das geschäftige Kurleben, die prunkvolle Architektur des Historismus, die Schicksale einzelner Bewohner:innen.
Während der Führung in der Kirche und auf dem angrenzenden Friedhof bietet die Historikerin Dr. Olga Funke am Beispiel der Lebensgeschichten von hier bestatteten russischen Künstlern, Militärs, Aristokraten, orthodoxen Geistlichen und Flüchtlingen einen Streifzug durch die Geschichte Russlands.
zzgl. € 3,- für den Eintritt in die Kirche.
Auf dem unter Denkmalschutz stehenden Friedhof geben prachtvolle Grabanlagen, Mausoleen und Grüfte einen Eindruck von der Glanzzeit Wiesbadens als Weltkurstadt. Adel, Politiker, Künstler und Großindustrielle fanden auf diesem Prominentenfriedhof ihre letzte Ruhe. Das Mitführen von Hunden ist nicht gestattet.
Im 19. Jahrhundert waren es die Engländer, die in Wiesbaden die größte ausländische Gruppe unter den Kurgästen und den Einwohnern der Stadt bildeten. Sie hinterließen spektakuläre Spuren wie die „Englische Kirche“ mit ihrer heute noch sehr lebendigen Gemeinde. Andere Spuren sind subtiler: Der „Warme Damm“, ein englischer Landschaftsgarten mitten in der Stadt und das Hotel „Englischer Hof“, das ausgerechnet einer Bombe der Royal Air Force zum Opfer fiel. Wir werden diesen Spuren nachgehen und dabei Fragen klären wie „Haben die Engländer etwa Fußball auf dem Bowling Green gespielt“ oder „Warum hat die Queen das Wiesbadener Rathaus nicht betreten“ (ca. 2 Zeitstunden).